andreas apitz · jazz pianist · arrangeur · komponist · lehrer · autor
Intervalle
Der Abstand zwischen zwei gleichzeitig oder nacheinander erklingenden Tönen wird als Intervall bezeichnet und in lateinischen Zahlwörtern angegeben. Gezählt werden dabei die an dem betreffenden Intervall beteiligten Stammtöne - also die genannten beiden Töne plus alle dazwischenliegenden.
Zwischen benachbarten Stammtönen ergibt sich so die Zahl 2, da sich zwischen ihnen natürlich keine weiteren Stammtöne befinden können. Die Intervallbezeichnung heisst Sekund; in diesem Programm schreiben wir sie als [2]. Wie im vorigen Absatz erwähnt, sind die Abstände zwischen benachbarten Stammtönen aber nicht alle gleich gross. Dies führt dazu, dass es prinzipiell zwei verschieden grosse Sekund-Intervalle gibt:
•  Grosse Sekund [2] - 2 Halbtonschritte; zwischen C-D, D-E, F-G, G-A, A-B.
•  Kleine Sekund [b2] - 1 Halbtonschritt; zwischen E-F, B-C.
Von einem Stammton zum übernächsten zählen wir ausser den beiden Intervall-Tönen noch einen dazwischenliegenden dritten; das Intervall heisst entsprechend Terz [3]. Je nachdem, ob an dem betreffenden Terz-Intervall die "engen Stellen" der Stammtonreihe (E-F bzw. B-C) beteiligt sind oder nicht, gibt es auch hier:
•  Grosse Terz [3] - 4 Halbtonschritte; zwischen C-E, F-A, G-B.
•  Kleine Terz [b3] - 3 Halbtonschritte; zwischen D-F, E-G, A-C, B-D.
Das nächstgrössere Intervall ist die Quart [4]. Bei ihr liegen zwischen den Intervalltönen zwei weitere Stammtöne - daher die Zahl 4. Je nachdem, ob an dem jeweiligen Quart-Intervall die "engen Stellen" der Stammtonreihe beteiligt sind, erhalten wir:
•  Reine Quart [4] - 5 Halbtonschritte; zwischen C-F, D-G, E-A, G-C, A-D, B-E.
•  Übermässige Quart [#4] - 6 Halbtonschritte; zwischen F-B.
© 2019 andreas apitz texte © jazztrainer.com